Stephan Machac


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2009 - DV Video - 4:3 - 20 Min


»Denn aus der Automatisierung der Bildproduktion, der sich Fotografie und Film gleichermaßen verdanken und die den subjektiven Einfluss des jeweiligen Produzenten zurück zu drängen scheint, folgt keineswegs eine Eindeutigkeit der Bilder. Im Gegenteil. Erstrecht die scheinbar selbstverständlichen Bilder, auf denen das Abgebildete klar zu erkennen ist, bedürfen der Lektüre und Kritik.“ (Volker Pantenburg, Film als Theorie, über die Bildforschung bei Harun Farocki und Jean-Luc Godard)

 

Das Licht durchbricht die Linse und wird auf einer lichtempfindlichen Oberfläche transformiert.  Ich stelle fest, dass jedes Foto für mich an Bedeutung gewinnt desto weiter ich mich von dem Zeitpunkt entferne als ich es aufgenommen habe. Diese Fotografie wird durch die Bedeutung erweitert die es im Bezug zu meinen aktuellen Fotos bekommt. Godard hat gegenüber Barthes vertreten, dass das Bild seinen eigenen Gesetzten folgt und die theoretischen Begriffe in der Verknüpfung von Bildern selber hervor bringt, jedes Bild enthalte eine Aussage über das, was man wahrnehmen kann, über die Verbindung zwischen dem, was gesehen wird und dem was verstanden und interpretiert wird, gleichzeitig lässt es Rückschlüsse zu über die Kultur, die das Foto produziert.

Die Aussage des Bildes verändert sich in der Montage mit anderen Fotografien. Da sich der fotografische Gebrauch in neuen Formen weiter fortsetzt, beeinflussen diese Formen auch die Fotografie. Mit einer veränderten Präsentationsstrategie ändert sich auch der Kontext. Um nachzuvollziehen wie sich mein Verstehen des fotografischen Bildes verändert untersuche ich in dieser Arbeit exemplarisch neue Formate der fotografischen Kontextualisierung zwischen der eigenen analogen und digitalen Fotoproduktion und öffentlichen online Fotoanwendungen wie Internet-Fotoplattformen oder dem universal angelegten Fotokartografieprojekt Google-Maps.